Unfallfreiheit


Der Verkäufer eines Gebrauchtwagens muss einen früheren Unfall des Fahrzeugs, der ihm bekannt ist oder mit dessen Vorhandensein er rechnet, grundsätzlich auch ungefragt dem Käufer offenbaren, wenn er sich nicht dem Vorwurf arglistigen Verschweigens aussetzen will, es sei denn, der Unfall war so geringfügig, dass er bei vernünftiger Betrachtungsweise den Kaufentschluss nicht beeinträchtigen konnte.

Die Grenze für derartige nicht mitteilungspflichtige „Bagatellschäden“ ist bei Personenkraftwagen sehr eng zu ziehen. Auf ausdrückliches Befragen muss der Verkäufer auch einen sog. Bagatellunfall vollständig und richtig angeben, sofern ihm ein solcher bekannt ist oder er mit dessen Vorhandensein rechnet. Bitte beachten Sie, dass auch ein Vandalismusschaden einem Unfallgeschehen gleichgesetzt ist. Wir empfehlen Ihnen auch bestehende und reparierte Hagelschäden anzugeben. 

Als Unfallfrei ist ein Fahrzeug dann anzusehen, wenn es keinen Schaden erlitten habt, der als erheblich anzusehen ist. Die Erheblichkeit eines Schadens bestimmt sich nach der Verkehrsauffassung, nach der nur geringfügige, ausgebesserte Blechschäden und Schönheitsfehler mit Unfallfreiheit vereinbar sind.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen bei jedem Schaden oder Unfall Fotos zu machen, um diesen später deklarieren zu können. Es ist ebenfalls von Vorteil wenn Sie die Rechnungen und evtl. Gutachten bei einem Verkauf zur Hand haben und die Schadenshöhe angeben können. Oftmals muss ein Fahrzeug aufgrund der Rechtssprechung als Unfallfahrzeug angegeben werden und durch die Unterlagen können Sie kleinere Schäden aufzeigen und erhalten so einen besseren Verkaufspreis für Ihr Fahrzeug.